Die neue Spitex-Region feiert ihren Betriebsstart

Am 1. Juli nimmt die neue Spitex Unterklettgau-Randental (SPUR) ihre Tätigkeit auf. In Schleitheim und Hallau wurde das am Wochenende gefeiert.

VON ROLF HAUSER (SN vom 28.06.2016)

SCHLEITHEIM Petrus hatte am Samstagmorgen ein Einsehen und bescherte den feiernden SPUR-Mitgliedern in Schleitheim nach der vorangegangenen Gewitternacht ein regenfreies Fest. Der Spitex-Stützpunkt am Gemeindehausplatz war in den letzten Monaten umgebaut worden und strahlte nun in neuem Glanz. Die Spitex-Region SPUR mit den Gemeinden Beggingen, Schleitheim, Hallau und Oberhallau hat jetzt eine einheitliche Telefonnummer: 052 687 40 70. Die Prä- sidentin der Spitex-Region SPUR, Annelies Keller, freute sich sichtlich, dass jetzt endlich, nach so langer Zeit, mit der eigenen Region gestartet werden könne. Vor zwei Tagen sei die Bewilligung des Kantons eingetroffen.

Skepsis im Gesundheitsamt

Keller konnte zur Einweihungsfeier neben den Gemeindevertretern auch Regierungsrätin Ursula Hafner-Wipf und Markus Scherrer, den Leiter des Gesundheitsamts des Kantons Schaffhausen, begrüssen. Markus Scherrer sagte auf Anfrage, dass er es nach wie vor schade finde, dass die einheitliche Klettgaulösung nicht zustande gekommen sei. Er habe aber akzeptieren müssen, dass die Krankenhilfsvereine in Schleitheim und Hallau mit der Bevölkerung stark verbunden seien und das soziale Leben eine viel stärkere Bedeutung habe als in der Stadt. Es gehe um diesen kulturellen Unterschied. Im Moment sei das sicher die beste Lösung. Aber längerfristig müsse man eine Zusammenarbeit mit anderen Spitex-Vereinen anstreben. Wie Annelies Keller in ihrer Ansprache sagte, sei die erkämpfte Lösung die beste für die Region und den Verband, aber auch für die Bevölkerung. Mit dieser Lösung könnten sie auch diejenigen unterstützen, die nicht auf Rosen gebettet seien. Sie dankte allen, die dazu beigetragen haben, diese Lösung zu realisieren. Speziell erwähnte sie Markus Gnädinger, der sie unentgeltlich rechtlich beraten habe. Der Schleitheimer Gemeindepräsident Hans Rudolf Stamm freute sich seinerseits, dass nun endlich Ruhe eingekehrt sei. Über 60-mal musste sich der Gemeinderat seit 2010 mit dem Thema Spitex beschäftigen. Er habe sich gar von Schaffhausen die Kappe waschen lassen müssen. Stamm wünschte der Spitex-Region SPUR einen guten Start.

Tatbeweis gefordert

Regierungsrätin Ursula HafnerWipf sagte, jetzt stehe sie da, die nicht so gespurt habe, wie die Spitex-Region SPUR das hätte haben wollen. Man habe sie sogar vor den Kadi gezogen. Alles habe bereits 2007 mit dem neuen Alters- und Pflege-Betreungsgesetz angefangen. Hafner-Wipf unterliess es nicht, den Schleitheimern vorzuhalten, sie hätten den Termin verpasst das Gespräch zu suchen. Erst zwei Wochen vor Schluss der Eingabefrist sei die Region mit ihrem Anliegen vorstellig geworden. Sie und ihr Departement seien in den letzten sieben Jahren stark gefordert gewesen. Sie wollte aber noch in ihrer Amtszeit die Angelegenheit geklärt wissen. Kleine Regionen würden ja sehr gut arbeiten. Die SPUR müsse jetzt beweisen, dass sie es auch könne. Die Regierungsrätin wünschte der neuen Spitex-Region mit dem Satz «Bleiben Sie auf der Spur!» einen guten Start. Annelies Keller überreichte ihr eine Flasche Schleitheimer Weisswein und einen Sack voll Schlaatemer Rickli. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von «Sax 4 You». Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, den neu renovierten Spitex-Stützpunkt zu besichtigen.